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Parker: 123 mal 90+
21.09.2006 - Kategorie(n): Wein

David Schildknecht, der (u.a.) für Österreich zuständige Mitarbeiter des einflussreichsten Weinkritikers der Welt Robert Parker, hat für 123 probierte Weine aus Österreich Noten ab 90 Punkte vergeben, was für ihn "outstanding wines with exceptional complexity and character" bedeutet.

Die genaue Liste ist auf der Website der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM) nachzulesen.

So erfreulich diese Bewertungen für die österreichische Weinwirtschaft auch sind, da sie sicherlich Tür und Tor für weitere Exporte - vor allem in die USA - öffnen können, so schwer sind doch die Ergebnisse im Detail nachvollziehbar. Man erkennt auf den ersten Blick, dass David Schildknecht sich eigentlich nur auf die längst berühmten "Großen" gestürzt hat. Und auch wenn die beeindruckende Qualität eines Kellerberg von F.X. Pichler oder Singerriedel von Franz Hirtzberger außer Zweifel steht, so glänzt die zweite Reihe ihrer Weine vor allem durch schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Um das gleiche Geld bekommt man viel beeindruckendere Weine von weniger bekannten Winzern. Nur haben diese eben nicht die Exportkontakte in die USA.

"Amerikanisierung" der Wachau ?

Da stellt sich natürlich die Frage nach den Konsequenzen von (möglicherweise) dramatisch steigender Nachfrage nach den Weinen einiger weniger Winzer, während der Rest im Ausland unbeachtet bleibt. Entweder steigen die Preise ins Unermessliche, so dass sie für den "normalen" Weinfreund nicht mehr erschwinglich sind (Bordeaux 2005 lässt grüßen). Oder aber die paar Topwinzer übernehmen Schritt um Schritt die Weingärten der anderen, weniger bekannten Winzer. In einigen Jahrzehnten gehört dann die Wachau von Spitz bis Weißenkirchen dem Weingut Hirtzberger, der östliche Teil bis Stein dann F.X. Pichler.

Übertriebene Phantasie ? Mag sein, aber ob eine Entwicklung auch nur in diese Richtung günstig ist ? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht ...


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