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19.09.2006 - Kategorie(n): Konsumenten

Nein, als "richtigen" Schnäppchenjäger sehe ich mich nicht. Natürlich kaufe ich die günstigere Alternative, wenn die Qualität mit dem teureren Angebot mithalten kann (z.B. sehr oft bei Eigenmarken im Supermarkt, die ohnehin von den Markenherstellern stammen). Für höhere Qualität bin ich aber meist schon bereit, etwas mehr auszugeben.

Fallensteller im Großstadtdschungel

Trotzdem, es spielt wohl eine Menge Käuferpsychologie mit, wenn Menschen stolz darauf sind, nach langem Suchen ein paar Euro oder sogar nur Cent gespart zu haben. Während nun aber viele Anbieter über diese "Geiz-ist-Geil"-Mentalität klagen und ihr Geschäft bedroht sehen, schaffen es wiederum andere, genau diesen "Jagdinstinkt" im Kunden anzusprechen und ihr Angebot genau daraufhin auszurichten.

Die "Statt-Preise" sind ein herrliches Beispiel für den "Tunnelblick", in den viele von uns im Jagdtrieb gelangen. Wichtig ist die Prozentangabe "minus xx Prozent", der - eventuell stark überhöhte - Stattpreis wird gar nicht so richtig wahrgenommen. Äußerst geschickt macht dies beispielsweise die Weinhandelskette Wein & Co, wo man oft genug in einer "- 50 % Aktion" noch immer mehr bezahlt als anderswo zum Listenpreis.

Die Sache erinnert ein bisschen an den alten Witz vom Handwerker, der den Kunden fragt, wieviel Prozent Rabatt er sich erwartet. Damit er weiß, wieviel er vorher auf den Preis aufschlagen soll ...

Brave new world

Auch wenn man über solches schmunzeln kann, so fallen wir im Alltag doch oft genug auf ähnliche Fallen herein, die der Handel - so er die Psychologie des Verkaufens wirklich beherrscht - für uns aufgestellt hat. Und wir freuen uns wie die Schneekönige, ein tolles Schnäpchen gemacht zu haben. Zumindest solange, bis wir von Freunden oder Bekannten erfahren, dass sie für dasselbe Produkt 10 Cent weniger bezahlt haben ...


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