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DAC - die zweite
09.09.2006 - Kategorie(n): Wein

Seit kurzem gibt es die zweite DAC (sprich: deh-ah-zeh) im Weinbauland Österreich, nämlich die Mittelburgenland DAC. Ziel dieser - an die bekannten Kürzel AOC, DOC etc. angelehnten - Ursprungsbezeichnung ist natürlich nicht mehr und nicht weniger, als den Verkauf der dort produzierten Weine zu forcieren.

Wieder DAC - aber doch ganz anders ?

Nach dem Vorbild der - offenbar sehr erfolgreichen Weinviertel DAC - hätte ich erwartet, dass die neue DAC ebenfalls die regionaltypische Hauptsorte (im konkreten Fall Blaufränkisch) in einer wiedererkennbaren, sauberen Basisqualität in den Vordergrund stellen wird. Aber weit gefehlt ! Nun wird es nicht einen klar definierten Weintyp unter der DAC geben, sondern derer drei ! Fakt ist, dass die Mittelburgenländer Winzer damit eigentlich so gut wie alle dort produzierten Blaufränkisch unter dem DAC-Logo vermarkten können.

Alles in die DAC

Die Sache hat sicherlich Vor- und Nachteile: Einerseits kann das Mittelburgenland als kleines Weinbaugebiet einen großen Teil der Produktion als DAC vermarkten und auch die absoluten Topqualitäten, die erfahrungsgemäß die einfacheren Weine "mitziehen".

Andererseits fürchte ich, dass der Nutzen für den gelegentlichen Konsumenten gering sein wird, wenn unter DAC einfache, im Edelstahl ausgebaute Blaufränker um vielleicht 5 Euro die Flasche genauso wie barrique-geschulte Toprotweine um 40 Euro und mehr angeboten werden. Der Gewinn im Aussagewert gegenüber der bisherigen Bezeichnung auf den Etiketten "Blaufränkisch, Weinbaugebiet Mittelburgenland" liegt bei Null.

Fazit:
DAC ist im Prinzip eine tolle Sache, aber wenn sich die Konzepte so dramatisch unterscheiden, dann sehe ich schon gewisse Schwierigkeiten in der Markttauglichkeit. Hoffen wir, dass die nächste DAC (Kamptal war im Gespräch) nicht auch Äpfel, Birnen und Würste aus der Region einschließt ...


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