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Ernte gut - alles gut?
28.10.2012 - Kategorie(n): Pflanzen



Auch wenn die leicht schneebedeckten Dächer schon einen deutlichen Gruß vom Winter vermitteln, ist eigentlich noch Herbst und damit die "traditionelle" Erntezeit. Abgesehen von heimischem Obst (Äpfel etc.) habe ich natürlich auch jedes Jahr Früchte diverser Exoten, die manchmal sehr gut, manchmal auch weniger gut schmecken.

Zur letzteren Kategorie muss ich leider die beiden Pflanzen zählen, die ich dieses Jahr zum ersten - und wohl auch zum letzten Mal - gesetzt habe. Es handelt sich um eine Tomatillo (Physalis ixocarpa) und um eine "Wonderberry" (Solanum burbankii, einen deutschen Namen gibt es meines Wissens nach nicht).

Tomatillos sind aus der mexikanischen Küche nicht wegzudenken, sie werden vor allem als Basis von "Salsas" (Saucen bzw. Dips) verwendet. Ich habe im Frühjahr eine Pflanze einer violettfruchtigen Sorte erstanden. Das war - wie ich kurz später erfahren habe - ein Fehler, denn die Pflanzen sind nicht selbstfertil, man braucht also mindestens eine zweite Pflanze, wenn man auch Früchte ernten möchte. Also noch schnell eine Bezugsquelle gesucht und eine zweite Jungpflanze gekauft.

Für mexikanische Salsas werden die Früchte meist unreif verwendet (wie am Foto rechts), dabei schmecken sie ganz angenehm säuerlich, in etwa wie unreife Äpfel, nur die Konsistenz ist eher geleeartig als knackig. Die nach mexikanischem Rezept zubereitete Salsa war aber leider ziemlich langweilig und nur aufgrund der Schärfe durch die beigefügten Chilis einigermaßen genießbar.

Ausgereift (violett) schmecken sie aber noch langweiliger, mir fällt leider keinerlei kulinarische Verwendung ein.

Noch enttäuschender waren die "Wonderberries" (zweites Foto rechts), die roh völlig geschmacklos sind. Ich habe aber den Tipp bekommen, dass man aus ihnen eine köstliche Marmelade herstellen kann. Nun, die Marmelade hat zwar eine extrem intensive dunkelviolette Farbe, ist aber auch weitgehend geschmacklos.

Es hat also schon seinen Grund, warum diese beiden Früchte hierzulande weitgehend unbekannt sind, obwohl sie sehr einfach zu ziehen sind.

Zum Glück gibt es aber auch wohlschmeckende Exoten wie zum Beispiel die Feijoa (Acca sellowiana, drittes Bild rechts) und natürlich Feigen, die man eigentlich nur mehr bedingt als exotisch bezeichnen kann, da sie auch bei uns mit etwas Winterschutz ausgepflanzt werden können.

Meine Pflanzen (Feijoa wie auch Feige) sind allerdings im Kübel gezogen und bleiben nur bei leichten Frostperioden noch draußen, also bis meistens etwa Mitte/Ende Dezember. Die Überwinterung im Haus soll für den Fruchtansatz günstiger sein, so zumindest wurde es mir in der Gärtnerei erklärt, wo ich die Pflanzen erstanden habe.
 
Tomatillo (Physalis ixocarpa)


Wonderberry (Solanum burbankii)


Feijoa (Acca sellowiana)


Feige(Ficus carica)

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