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Energiesparen einmal anders
05.12.2008 - Kategorie(n): Konsumenten



Steigende Preise und spätestens seit ein paar Monaten im Raum stehende, düstere Wirtschaftsprognosen lassen viele Menschen nachdenken, wie man den Energieverbrauch senken und damit dem Kontostand - wie auch der Umwelt - etwas Gutes tun kann. Im privaten Bereich machen vor allem Verkehr und Haushalt den Löwenanteil aus. An öffentlich verbreiteten Vorschlägen zum Energiesparen mangelt es zwar nicht, aber gerade im Haushalt sind diese oft genug nicht ohne Hintergedanken.

Bei genauerer Betrachtung der gängigen Energiespartipps stellt sich nämlich heraus, dass sie zwar tatsächlich viel Energie sparen helfen, allerdings zu einem stolzen Preis. Beispielsweise der Vorschlag, ältere (aber noch voll funktionsfähige) Elektrogeräte durch neue, energieeffizientere zu ersetzen. Wenn man die Energieersparnis in tatsächliche Kosten umrechnet, kann es leicht passieren, dass sich der Kaufpreis des neuen Gerätes erst in Jahrzehnten amortisiert - wenn es selbst schon wieder ausgetauscht wäre. Dazu kommt, dass die Abwärme der alten Geräte ja meist der Raumheizung zugute kommt und damit der Vorteil der Neuanschaffung sich weiter relativiert.

Ähnlich ist es bei den in letzter Zeit äußerst beliebten Fassadendämmungen. Ich habe für mein Haus ein Angebot eingeholt, das bei etwas über EUR 20.000 gelegen ist. Bei (geschätzter) Energieersparnis von 300-500 Euro pro Jahr würde sich die Investition bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung nicht mehr amortisieren ...

Alternative Tipps

Es ist klar, dass die oben genannen Tipps gerne öffentlich propagiert werden, da sie der Wirtschaft helfen und Arbeitsplätze - z.B. in der Bauwirtschaft - sichern. Für den privaten Hausbesitzer sind sie aber ein teures Vergnügen. Dabei gibt es viele weniger bekannte Möglichkeiten zum Energiesparen, die nichts oder nur wenig kosten.

Ventilation

Bei üblichen Zentralheizungen sollte zwar die Konstruktion eine möglichst gute Durchmischung von warmer und kalter Luft im Raum ermöglichen, trotzdem funktioniert dies in der Praxis nicht immer wie gewünscht. Meist sammelt sich die warme Luft an der Decke, während es im Bereich der Füße kühl ist und man die Heizung stärker einstellt. Der Unterschied kann durchaus 4-5 °C betragen. Eine einfache Abhilfe ist die Durchmischung der Luft mit einem Ventilator, am elegantesten natürlich ein "tropisch" anmutender Deckenventilator. Die Energieersparnis kann bis zu ca. 10 % auf diese Weise betragen. Man sollte nur berücksichtigen, dass Staub ebenfalls aufgewirbelt wird und die Wohnung entsprechend sauber halten.

Strahlungswärme

Auch nicht allgemein bekannt ist die Tatsache, dass Strahlungswärme bei gleichem Energieeinsatz wärmer empfunden wird als Konvektion (warme Luft). Besonders bei Räumen, in denen man sich überwiegend an einem bestimmten Platz aufhält (z.B. dem Schreibtisch im Heimbüro), kann man mit einem Wärmewellengerät im Fußbereich bei gedrosseltem oder überhaupt abgestellten Konvektor sehr viel Energie einsparen.

Psychologisches

Eine weitere Option soll im psychologischen Bereich liegen, dass nämlich Räume bei gleicher Temperatur je nach Farbe unterschiedlich warm empfunden werden. Gelb- oder Orangetöne sollen - auch physisch - wärmer, Blautöne kühler wirken.

Nur für Hartgesottene

... geeignet ist schließlich meine letzte Empfehlung, nämlich einfach die Raumtemperatur abzusenken. Man kann dann natürlich im Winter nicht mehr im T-Shirt vor dem Fernseher sitzen, sondern muss sich etwas mehr anziehen. Belohnt wird dies aber nicht nur mit geringeren Energiekosten und Vorteilen für die Umwelt, sondern auch geringerer Anfälligkeit gegenüber Erkältungen & Co, so zumindest meine persönliche Erfahrung.


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