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Umweltsch(m)utzorganisation ?
09.08.2008 - Kategorie(n): Umweltschutz
Der Blick in die Geschichte zeigt, dass viele ursprünglich mit hehren Idealen ausgestattete Organisationen früher oder später bloß am Erhalt bzw. Ausbau ihres Einflusses interessiert sind und ihre Ideale nur mehr am Papier gelten. Zur Zeit sieht man das am schönsten bei diversen "Umweltschutz"-Organisationen. Beispielsweise ein Protest gegen die Belastung der Alpen - Massenanreise per PKW und Luftverschmutzung durch den Event inbegriffen ...
Heute auf orf.at zu lesen: "Am Samstag entzünden Umweltschützer in Europa wieder hunderte Feuer in den Alpen. Ziel dieser Umweltaktion ist es, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, denen die Alpen - etwa durch den Transitverkehr - ausgesetzt sind..."
und weiter unten: "Es ist ein gemütliches Beisammensein bewegter Menschen. Es sind immer sehr viele Kinder dabei, weil die Dobratsch-Feuerstelle ja auch mit dem Auto sehr gut erreichbar ist...."
Zumindest für mein Verständnis klingt es schon skurril, gegen die Verkehrsbelastung der Alpen so zu protestieren, dass sich "Umweltschützer" ins Auto begeben und massenhaft zum nächsten Feuerplatz fahren - Stau vielleicht auch inbegriffen. Und wie protestiert man besser gegen die allgemeine Feinstaubbelastung, als wenn man selbst mit offenen Feuern für zusätzlichen Feinstaub sorgt ? Offene Feuer, die für Privatleute z.B. im Garten im allgemeinen aus Umweltschutzgründen streng verboten sind ...
Wollen wir hoffen, dass das Beispiel nicht auf andere idealistische Organisationen übergreift, denn sonst flattert vielleicht bald eine Einladung zu einer Treibjagd ins Haus - veranstaltet vom örtlichen Tierschutzverein ...
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