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Wachau 2007 - Das Jahr danach
04.05.2008 - Kategorie(n): Wein



Nach zwei sehr guten (2005) bis großen (2006) Jahrgängen war das Interesse hoch, ob das vergangene Jahr den nächsten "Jahrhundertjahrgang" bescheren würde oder nicht. Die ersten Kommentare in der Fachpresse sprachen von einem "klassischen" Jahrgang oder einem "Winzerjahrgang", was - überspitzt gesagt - eine positive Umschreibung von "mittelmäßig" sein dürfte. Ähnlich wie wenn man in einem Arbeitszeugnis liest "er hat sich redlich bemüht, die in ihn gesetzten Aufgaben zu erfüllen" ...

Letztes Wochenende fand wieder der bereits traditionelle Wachauer Weinfrühling statt, eine Art "Tag der offenen Tür" bei den allermeisten Weingütern mit mehr oder weniger umfangreicher Verkostungsmöglichkeit. Ich habe mich wie im Vorjahr auf die Umgebung von Weißenkirchen konzentriert und bei fünf angesehenen Weingütern (Bäuerl, Schmelz, Prager, Jäger und Kartäuserhof) verkostet. Zusammen mit den Eindrücken von der Präsentation der Freien Weingärtner Wachau (jetzt "Domäne Wachau", dem mit Abstand größten Weinbaubetrieb der Wachau) denke ich, dass 2007 im Großen und Ganzen doch deutlich hinter 2006 und auch 2005 zu reihen ist. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass 6 Weingüter noch kein wirklich repräsentatives Bild ergeben und auch in der Unsicherheit, ob sich manche oder sogar viele Weine in den nächsten Monaten noch harmonisieren werden.

Abgesehen vom Spitzenweingut Prager, wo auch 2007 wieder großartige Weine - zu einem entsprechend gehobenen Preis - erzeugt wurden, waren die Kostproben bei weitem weniger beeindruckend als im Vorjahr. Für mich überraschend waren die Smaragde, denen üblicher Weise einige Monate bis Jahre Lagerzeit gut tun, schon zu diesem Zeitpunkt viel harmonischer als die Federspiele. Letzere beim Veltliner oft schal und säurearm, beim Riesling hingegen nicht selten kratzig-rustikal am Gaumen. Die Aromatik hingegen sehr interessant und nuancenreich, wenn auch nicht immer absolut sortentypisch.

Was mich auch etwas verwundert hat ist, dass viele Weingüter die Preise gegenüber dem Vorjahr deutlich (so zwischen 5 und 10 %) erhöht haben, obwohl kaum jemand bestreitet, dass 2007 nicht als großer Jahrgang in die Geschichte eingehen wird. Gegenüber dem Kunden hat man ja verschiedene Argumentationsmöglichkeiten: bei einem großen Jahrgang ziehen die Preise wegen der Qualität an, bei einem weniger guten hingegen waren die Kosten für die selektive Lese, intensive Weinbergsarbeit etc. so hoch, dass die Preise ebenfalls steigen müssen ...


Weißenkirchen Ostrand - Blick Richtung Achleiten



Der Namensgeber der Smaragdweine



"Weißenkirchen City"


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