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Die Post bringt jedem etwas ...
12.03.2008 - Kategorie(n): Politik
Der Werbeslogan der österreichischen Post kann im Angesicht aktueller Ereignisse durchaus als unerfreuliche Botschaft zu verstehen sein ...
"Säureattentate"
Einige Lokalpolitiker erhielten in den letzten Wochen Briefe zugestellt, die Buttersäure so verpackt enthielten, so dass sie beim Öffnen der Briefe versprühte. In den Medien - vor allem unserem staatlichen Rundfunk, dem ORF - wurde schnell von "Säureattentaten" gesprochen. Nun ist Buttersäure chemisch gesehen tatsächlich eine Säure, allerdings abgesehen vom entsetzlichen, langanhaltenden Gestank (der am ehesten an Erbrochenes erinnert) nicht weiter gefährlich. Die Assoziation mit Attentaten, wo die Opfer mit entstelltem Gesicht, Erblindung oder noch Schlimmerem zurückblieben, ist daher völlig fehl am Platz.
Die Verwendung sachlich an sich korrekter, aber andere Assoziationen erweckender Begriffe ist eigentlich typisch für manipulative und/oder reißerische Berichterstattung, jedenfalls nicht das, was ich mir unter Qualitätsjournalismus vorstelle. Schade, dass der seinerzeit für seriöse Berichterstattung bekannte ORF sich immer mehr in diese Richtung bewegt.
In diesem Sinne könnte der ORF auch über "Säureattentate" berichten, wenn zwei Kinder am Spielplatz sich mit einer Zitrone bewerfen ...
Politisches Fingerspitzengefühl
Der Anschlag auf den Spitzer Bürgermeister Hirtzberger mit einer vergifteten Praline ist noch jedem in Erinnerung. Im Zuge der Wahlwerbung für die niederösterreichische Landtagswahl vergangenen Sonntag fand man ein rotes Papierherz und ein kleines Säckchen mit roten, herzförmigen Gelees im Briefkasten - Wahlwerbung für die SPÖ-Kandidatin Onodi. Ob dies angesichts der aktuellen Ereignisse ein passendes Geschenk war, kann durchaus bezweifelt werden. Im übrigen musste die SPÖ landesweit massive Stimmenverluste einstecken, Frau Onodi ist bereits zurückgetreten ...
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