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Komplexe Probleme haben ... (1)
08.11.2006 - Kategorie(n): Konsumenten

Mein Lieblingszitat stammt aus der herrlichen Sammlung "Murphys Laws" und lautet: "Komplexe Probleme haben einfache, leichtverständliche - aber falsche - Lösungen".

Aber wie die viele dort genannten "Gesetzmäßigkeiten" kommt es in der Realität öfters vor als man auf den ersten Blick glauben könnte. Zum Beispiel bei einer zentralen Entscheidung im Leben der meisten Menschen, nämlich der Wohnungswahl.

Wohnung mieten oder kaufen ?

Bei der Entscheidung, eine Wohnung zu mieten oder aber zu kaufen, haben viele Menschen einen einfachen und leichtverständlichen Denkansatz, in etwa wie folgt:
... wenn ich mir es leisten kann, kaufe ich die Wohnung. Denn da habe ich mit einem Mal alles bezahlt und die Wohnung kostet mich nie mehr Miete. Bei einer Mietwohnung muss ich hingegen Monat für Monat bezahlen, und trotzdem gehört mir nicht einmal ein bisschen davon...

Im ersten Moment eigentlich überzeugend, nicht ?

Und wo ist der Haken ?

Nun, diese Annahme wäre absolut richtig, wenn - ja, wenn es keine Zinsen gäbe. Doch die Zinsen (bzw. Rendite), die man für eine Geldanlage bekommt bzw. für geborgtes Geld bezahlen muss, stellen ja auch letztendlich nichts anderes dar als eine Art Miete. Durch das Gesetz von Angebot und Nachfrage wird sich zwischen der Höhe der Miete einer Wohnung und dem Wert (= Kaufpreis) ein Verhältnis einstellen, das in etwa dem Zinssatz für ähnlich sichere Geldanlagen entspricht.

Wenn ich also vor der Entscheidung stehe, eine Wohnung zu mieten oder zu kaufen, dann sehen beide Alternativen finanziell letztendlich ähnlich aus. Ich könnte einen Kredit aufnehmen, um die Wohnung zu kaufen - der Zinssatz (nicht die Tilgung) wird in etwa dieselbe Höhe wie die Mietkosten aufweisen. Oder - wenn ich das Geld in bar verfügbar habe, könnte ich das Geld - statt die Wohnung zu kaufen - am Geldmarkt veranlagen und würde monatlich in etwa genauso hohe Erträge bekommen wie die Miete der Wohnung.

Natürlich gibt es andere Gründe, die entweder für die Eigentumswohnung oder aber für die Mietwohnung sprechen. Beispielsweise dass - wenn man eine größere Wohnung benötigt oder überhaupt umziehen will - man die Mietwohnung ganz einfach kündigen kann, während der Verkauf der Eigentumswohnung mühsam sein kann und eventuell nur mit erheblichen Verlusten. Umgekehrt dass bauliche Veränderungen bei Eigentumswohnungen viel weniger problematisch sind und nicht vom Vermieter genehmigt werden müssen.

Nur, mit einer so einfachen und leichtverständlichen Erklärung wie oben ist es leider nicht getan ...

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